Weiter im Westen kommt die Polizei zum Frühstück…

Aus dem Baskenland raus und weiter westwärts ans Meer.

Nach langer Pause gibt es natürlich auch noch die Artikelreihe Frankreich/Spanien-2015 die noch komplettiert werden will. Der letzte Artikel brachte uns bis ins Baskenland, weiter gehts…

Mit dem befürchteten Muskelkater von der Wanderung am Vortag erwachten wir spät und stellten erstmal fest dass unsere Stellplatznachbarn mit dem T4 schon über alle Berge waren. Wir sind einfach Spätaufsteher. Die Abreise gestaltet sich auf spanischen Campingplätzen übrigens sehr viel entspannter und relaxteter als in Frankreich – auf die Frage „bis wann müssen wir denn weg sein?“ bekamen wir hier ein „na, das passt schon“ zur Antwort. Als wir wegfahren wundern wir uns noch – irgendwie wirkt die Gegend ein wenig als wären wir im Allgäu, nur mit Meer neben dran.

Leopold muss im Bereich bis Bilbao und südlich drum herum über teils sehr bergige Autobahnetappen, schlug sich aber wirklich sehr gut. Kurz vor Santander begannen wir an einiges wieder zu erkennen. Im Jahre 2013 haben wir diese Gegend schon einmal in einem gemieteten VW-Bus bereist. Es ist irgendwie schon lustig wenn man zum Beispiel 2000km von zu Hause in einen halbwegs vertrauten Supermarkt geht und schon weiß wo alles steht.

Mit frischem Proviant sind wir kurze Zeit später am Playa de Langre angekommen und parkten wieder auf dem Feld des Bauern direkt vor dem Weg zum Strand. Mittlerweile wird der Parkplatz offenbar richtig bewirtschaftet und man verlangt Parkgebühr. Übernachten steht als ausdrücklich verboten dran – schade – denn vor 2 Jahren standen wir hier (zugegeben auch nicht ganz ohne Polizeikontakt) noch über Nacht direkt am Meer. So mussten wir also am Abend eines ergiebigen Bade- & Surftags den Platz räumen und auf einem neuen WoMo-Stellplatz in der Nähe Quartier beziehen. Der Stellplatz war leider wahrlich sehr schmucklos. Ein mit Rasengittersteinen angelegter Parkplatz an einer Landstraße im Nichts. Immerhin war für Ver- und Entsorgung gesorgt und wir hätten vermutlich irgendwelche Anlagen des direkt nebenan befindlichen Campingplatzes mit benutzen können. Wir wollten allerdings einfach nur übernachten. Das taten wir dann auch so gut es ging, denn der Elektrozaun direkt hinter unserem Auto gab die ganze Nacht ein leichtes elektrisches Singen von sich. Den Platz brauchen wir nicht nochmal.

Am nächsten Morgen wollten wir nicht auf dem schmucklosen Platz frühstücken, also fuhren wir direkt wieder zurück auf den Platz an den Klippen und bauten dort unser kleines Frühstück auf. Die Rühreier standen kaum auf dem Tisch, da stand ein Polizist neben uns und erklärte, dass Camping hier verboten sei und uns das 300€ kosten könne.. wir dürften jedoch noch aufessen und dann müssten aber alle Tische und Stühle wieder im Auto verschwinden. 😳
Das Frühstück war natürlich toll mit Blick direkt auf’s Meer, aber so richtig entspannt ißt man auch nicht mehr wenn einem die 300€ im Nacken sitzen. Der restliche Tag war geprägt von Spaziergängen entlang der Steilküste, ein bißchen Surfen und am späten Nachmittag dann der Weiterfahrt nach Westen.

Was die Spanier ihren Hühnern ins Futter tun wissen wir übrigens nicht, aber die Rühreier werden wirklich so orange wie auf dem Foto.

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